Was dem Franzosen sein Bordeaux, ist dem Spanier sein Rioja. Zumindest was die Bedeutung der jeweiligen Weinanbaugebiete und Regionen betrifft. Auf einer Fläche von 63.500 Hektaren verteilen sich im Rioja-Raum mehr als 1200 Weingüter (sogenannte Bodegas), die jährlich etwa 278 Millionen Liter Wein produzieren. Typisch für den trockenen Rioja ist seine meist dunkelrote Farbe und der charakteristische Tempranillo-Geschmack, der bedeutendsten rote Rebsorte in Spanien.

Unsere Rioja-Weinempfehlung:

Marques de Caceres Marqués Rioja Crianza D.O.Ca. 2013/2014 trocken (6 x 0.75 l)

RAMON BILBAO Bodegas Rioja Crianza DOCA Tempranillo 2014 Trocken (6 x 0.75 l)


Rioja: Würzige Weine mit viel Holz

Die Tempranillo Beeren sind zwar klein, fleischig und werden früh reif – daher auch der Name: Tempranillo bedeutet übersetzt so viel wie "kleine Frühe". Aber sie haben es in sich: Tempranillo-Weine haben ein tiefes Rot, einen fruchtigen Charakter und ein kräftiges Rückgrat. Sie sind alles andere als Leichtgewichte, sondern würzige Weine, die sich zudem (im Holz) lange lagern lassen.

 

Apropos Trauben…

Zu etwa 85 Prozent wird hier in Nordspanien Rotwein hergestellt. Was auf den Böden aus weißem Kalk und rotgrauem Lehm wächst, sind zumeist die Rebsorten:

  • Tempranillo (61 Prozent der Anbaufläche)
  • Garnacha (18 Prozent)
  • Mazuelo (3,5 Prozent)
  • Graciano (0,7 Prozent)

Ebenso typisch für Riojas ist unterschiedlich lange Lagerung im Holzfass – meist aus amerikanischer oder französischer Eiche. Danach reifen die Weine noch mal unterschiedlich lang in der Flasche – je nach Qualitätstufe. Entsprechend tragen die Weine zusätzlich die spanische Bezeichnung Crianza, Reserva oder Gran Reserva.

Rioja-Reife: Crianza, Reserva oder Gran Reserva

  • Crianza. Weine mit diesem Prädikat sind mindestens zwei Jahre gereift, davon mindestens ein Jahr im Eichenfass.
  • Reserva. Ein solcher Wein ist schon gut drei Jahre gereift, davon ebenfalls mindestens ein Jahr im Eichenfass.
  • Gran Reserva. Man ahnt es: Gran Reservas stellen die höchste Qualitätstufe dar. Sie lagerten mindestens zwei Jahre im Holzfass und reift anschließend noch weitere drei Jahre in der Flasche. Entsprechend ist aber auch der Preis.

Zur besseren Übersicht finden Sie hier auch eine entsprechende Infografik: